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ζ Dalishear ζ

Dalishear ist eine große Insel im Meer. Das Königreich besteht aus zwei Hauptstädten und mehreren kleinen Dörfern. Es gibt keine Staatsreligion, da Religion und Staat von jeher streng getrennt waren, aber trotzdem glaubt die gesammte Bevölkerung mehr oder weniger an den Schöpfergott Sanadorae. Nur im Untergrund finden sich Gruppierungen, die allein Isadorae verehren und ihr geheime Schreine und Tempel bauen. Dalishear war einst ein fruchtbares Land, doch der lange Winter haben Vegetation, Tiere und Menschen stark geschwächt. Mühsam ernähren sich die Menschen von den wenigen Pflanzen, die der Kälte trotzen. Der Baumbestand schwindet jedoch immer mehr, da das Holz dringend zum Heizen gebraucht wird, aber kaum neues Wachstum stattfindet. Die Versorgungslage ist dramatisch, nur die Reichen können sich blasses Obst und Gemüse, das in beheizten Gärten gezogen wird, leisten. Der König ist machtlos und zeigt sich kaum noch der wütenden, aber im Grunde resignierten Bevölkerung. Viele sind sich sicher, dass die gesamte Bevölkerung von Dalishear an dieser Katastrophe zugrunde gehen wird.

ζ Die Bewohner Dalishears ζ

Die überwiegende Mehrheit der Bewohner von Dalishear hat helle Haut. Die Haarfarben bewegen sich im Spektrum von rot, rotbraun und braun bis schwarz, selten ist blondes Haar. Blaue, graue und braune Augen sind keine Besonderheit, grüne Augen werden als Götterzeichen gesehen. Die meisten Menschen in Dalishear beherrschen keine Magie. Vermehrtes magisches Potential lässt sich jedoch bei Menschen mit blondem Haar oder grünen Augen feststellen. Anders als viele denken hat beides aber nichts miteinander zu tun, vielmehr werden diese Menschen mehr beachtet, sodass ihr magisches Potential öfter zutage tritt und entsprechend gefördert wird. Die Menschen von Dalishear leben gern einfach und in kleineren Kreisen zusammen, zum Beispiel als Dorfgemeinschaft. Sie lieben Feste, veranstalten diese aber nur in sehr kleinen Kreisen, große Dorffeste sind also selten. Außenstehende oder Hinzukommende werden oft stark ausgegrenzt und fast völlig aus der Gesellschaft ausgegliedert. Haben sie Verwandte, die für sie sorgen (so wie Merit), werden sie ignoriert und mit Missachtung gestraft, sind sie allein, werden sie meist völlig gemieden und regelrecht davon gejagt. Diese Strukturen haben sich nach Einbruch des langen Winters noch stärker gefestigt. Da die ständigen Schneefälle den Handel zwischen den Dörfern erschweren, sind die Familienkreise und Verbände noch wichtiger geworden. Jeder hilft jedem im Kreis so gut, wie er kann.

ζ Bildung ζ

... ist in Dalishear ein hohes Gut. Dies rührt noch aus den frühen Zeiten von Dalishear her, als der aufblühende Handel es notwendig machte, den Tausch von Waren mit seinem Namen zu besiegeln. Die unterschiedlichen Dialekte, die sich in den Jahren der Isloation in den Dorfgemeinschaften gebildet hatten, machten außerdem oft eine Schriftverständigung notwendig. Wer deshalb nicht wenigstens seinen Namen lesen und schreiben kann, ist in Dalishear ein Außenseiter der Gesellschaft. Mehrere Dialekte Dalishears fehlerfrei zu beherrschen trägt großes Ansehen zu, die alte Tempelsprache Sanadoraes auch nur in Fetzen lesen zu können macht einen Mensch zum Gelehrten.

ζ Der Schöpfungsmythos ζ

Es heißt, dass Sanadorae die Welt und alles, was in ihr besteht, aus seinem eigenen Haar wob und dann mit Muttererde eine ihm gefällige Form gab. Deshalb zerfallen die Menschen nach ihrem Tod zu Erde, und Sanadoraes göttliches Haar verwebt sich neu mit dem Boden, um den Pflanzen Kraft zum Wachsen zu geben. Alles Leben wird aus Sanadoraes göttlicher Macht gespeist, alle Wärme und alles Licht strömen aus seinem den Menschen zugewandten Gesicht vom Himmel der Erde entgegen. Nur dann nicht, wenn er sich abwendet, um seine Schwester Isadorae vom Himmel blicken zu lassen, also immer, wenn Nacht ist. Nur im Winter zieht Sanadorae sich zurück, um zu ruhen und Kraft zu sammeln für ein Neuerwachen des Lebens.

ζ Die Tempeldiener und Priester Sanadoraes ζ

Nach der völligen Vernichtung von Sanadoraes Tempel bildete sich nur langsam ein neuer Priesterstab aus, und zwar aus den wenigen in Ausbildung befindlichen Tempeldienern und Kriegermönchen, die sich zur dieser Zeit nicht am ort des Geschehens befunden hatten. Dadurch ging auch die Sprache der Priester, eine alte Form der Sprache von Dalishear, fast vollständig verloren. Nur wenige können sie noch lesen, noch weniger schreiben oder sprechen. Viele Redewendungen und grammatikalische Konstruktionen bleiben im Dunkeln. Bei der Aufnahme im Orden der Priester wird zwischen Tempeldienern und Kriegermönchen unterschieden. Beide haben oft starkes magisches Potential. Während Kriegermönche mit Feuermagie und Flüchen umzugehen wissen, können Tempeldiener heilen und manchmal auch Trugbilder erschaffen oder in die Zukunft sehen. Die Entscheidung, welchen Weg ein magiebegabter Mensch einschlägt, ist sowohl von seinen eigenen Talenten als auch der passenden Schulung abhängig. Man geht davon aus, dass immer beide Talente in den Anwärtern verborgen sind, es hat sich jedoch als sinnvoller herausgestellt, nur eines davon zu schulen, da der Ausbau der eigenen magischen Fähigkeiten sehr viel Übung und Studium erfordert.


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